Seite 1 von 2

Quantya - Elektro Motocrosser

Verfasst: So Jun 22, 2008 21:52
von Frank M
Der schweizer Motorradbauer Quantya bietet Motorräder für den Geländeeinsatz und für die Strasse mit reinem Elektroantrieb an.

Auf der Seite Quantya.de gibts mehr Infos und auch Videos dazu.

Die Leistungsdaten sprechen für sich...

Sieht so die zweirädrige Zukunft aus?

Bild

Verfasst: So Jun 22, 2008 23:37
von Feuerstuhl
Hätte nix dagegen, dass soetwas möglichst rasch zugelassen und dauerbelastbar zu kaufen wäre- dann müsste nur noch geklärt werden, wo genug sauberer Strom herkomen kann. Auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung!

Grüße von F.

Verfasst: Mo Jun 23, 2008 14:24
von caferacer
Sauberer Strom ist das Eine, Vibrationen sind das Andere. So wie sich damals Yamaha rühmte bei der XT 250 eine Ausgleichswelle eingebaut zu haben um die "lästigen Vibrationen" zu beseitigen, wäre es jetzt an der Zeit sich Gedanken zu machen das Genaue Gegenteil zu erreichen. Vielleicht ein kleines Nebenagregat das mit einen Gummistab zum Vibrieren bringt. Den Sound unseres Dampfhammers dann digital und drehzahlabhängig zu steuern und die Umgebung zu beschallen wäre dann auch noch nötig. Falls bis dahin die DB Belastungen durch Fahrzeuge im Straßenverkehr verboten sind, könnte man dies dann natürlich - wenn auch nicht ganz so gut - direkt per Ohrstöpsel ins Öhrchen des Fahrers leiten. Übrigens hat Tom doch digitale Sounddaten oder?
Grüße
Thomas

Verfasst: Mo Jun 23, 2008 16:03
von healer
Und aus frischester Erfahrung, sage ich Dir, weder die Vibrationen, noch der Sound sind Dinge, die Du beim Gebrauch dieses Geräts vermissen wirst.

Bebilderte Eindrücke unter der Rubrik Unterwegs---> Exkursionen


Gruss vom
healer

Verfasst: Mo Jun 23, 2008 16:57
von 4takt
Also diese Elektroteile können auf keinen Fall unsere schönen urigen XT500 ersetzen. :motz:


Aber sie können sie schonen. :D

Wie zum Beispiel in meinem Fall:
Ich fahre öfter mit dem Motorrad ca. 7 km zur Arbeit(wenn ich mal wieder keine Lust auf Fahrradfahren habe). Jedes Mal habe ich ein schlechtes Gewissen wegen des Motors, der nicht seine Betriebstemperatur erreicht und man ja doch mal kräftiger am Gas dreht.

Für Kurzstrecken fände ich so ein Teil ideal.

Auch von den Energiekosten wäre das günstiger. Man müsste mal prüfen, in wie weit man so ein Teil mit einer Solarzelle aufladen kann.

Gruß
Andreas

Verfasst: Mo Jun 23, 2008 17:25
von healer
Also diese Elektroteile können auf keinen Fall unsere schönen urigen XT500 ersetzen. :motz:

das sollen sie auch keinesfalls!
Deswegen wird keine XT weniger in meiner Garage stehen, aber die Häufigkeit der potentiellen Geländeausflüge wird deutlich steigen.

Gruss vom
healer

Verfasst: Mo Jun 23, 2008 18:18
von Pivovar
Also diese Elektroteile können auf keinen Fall unsere schönen urigen XT500 ersetzen. :motz:


...

Auch von den Energiekosten wäre das günstiger. Man müsste mal prüfen, in wie weit man so ein Teil mit einer Solarzelle aufladen kann.

Gruß
Andreas
Bei 48V bräuchte man wohl Solarpanels in Garagentorgrösse.
Aber ich finde die Teile auch schnukelig!

Verfasst: Mo Jun 23, 2008 19:06
von xt123

Verfasst: Mo Jun 23, 2008 23:56
von Rocker
Hier hört man die Dinger auch mal. Die haben ja über fast jedes Video Musik gelegt - warum wohl...

http://de.youtube.com/watch?v=nx29I-JIg ... re=related

Paralell zur XT und für das Gelände kann ich mir sowas vorstellen, aber zum "Rumballern" iss datt nu wirklich nix.
Überhaupt 'ne merkwürdige Vorstellung irgendwann das Ding aufzuladen zu müssen und halten wird die Batterie bestimmt auch nich lang.

Geile Übersetzung btw. :)

Verfasst: Di Jun 24, 2008 0:01
von Frank M
auf diese freche Ansage von Quantya hat sich eine kleine Forumsabordnung, völlig uneigennützig :wink: , für Euch unter dem Motto "Stiftung Warentest" auf den Weg gemacht, um zu testen was an diesen Elektromopeds nun dran ist.

Der erste optische Eindruck ist irgendwas zwischen Mountainbike und Kleinkraftrad. Schmale kleine Räder (18" vo+hi), kein Auspufftopf, wirkt alles irgendwie etwas dünn und kirmesmäßig.

Schnell in die Crossklamotten rein, die Einweisung des Verleihers war mit ein paar kurzen Sätzen abgehandelt, aufgesessen und los gehts. Lenkerschalter auf ON, der linke Fuß sucht den Schalthebel vergebens - kein Getriebe. Die Hinterradbremse sitzt anstelle des Kupplungshebels am linken Lenkerende. Das ist ziemlich ungewohnt, macht aber nach kurzer Zeit richtig Spass.

Mit einer vorsichtigen Drehung am Gasgriff setzt sich das Gerät leise surrend in Bewegung. Sofort macht sich das Gewicht von nur 85 Kg positiv bemerkbar, das Handling ist eher wie bei einem Fahrrad. Dreht man den Gasgriff weiter auf, zieht einem der Elektromotor mit unvermutetem Drehmoment richtig die Arme lang und es geht wie am Gummiband vorwärts. Hier liegt im Fahrbetrieb meiner Ansicht nach auch der größte Unterschied zum Verbrennungsmotor, weil die Leistungsentwicklung nicht motodrehzahlabhängig ist, sondern immer das maximale Drehmoment sofort zieht.

Eins der drei Mopeds war auf 60% und lineare Leistungsabgabe eingestellt (bravere Leistungsentwicklung), die anderen beiden auf 65% mit progressiver Leistungsabgabe eingestellt und fuhren sich auch entsprechend giftiger. Nach den ersten Eingewöhnungsrunden gings dann los. Beliebige Drifts in den Kurvenausgängen oder ein steigendes Vorderrad wenn man auf der Sitzbank etwas nach hinten rutscht und dazu das Handling eines Mountainbikes machen einen so kurvengierig, dass wir den relativ engen Crossparkour unzählige Male umrunden bevor wir entkräftet eine Pause brauchen.

Trialpassagen mit Steilauffahrten lassen sich aufgrund des enormen Drehmoments sehr entspannt und auch langsam fahren, da kein Kuppeln oder Anpassen der Motordrehzahl notwendig ist um den richtigen Vortrieb zu erzeugen. Einfach langsam am Gasgriff drehen und hochrollen.

Nach etwa 2,5 - 3 Stunden (mit kurzen Fahrpausen) sind die Akkus leer und müssen geladen werden. Wir haben derweil Mittagspause gemacht und nach ca. 1 Stunde waren die Mopeds wieder fahrbereit (Akkus noch nicht 100% voll, aber uneingeschränkt nutzbar).

Mein Fazit: ein Riesenspass.
Wegen der endlichen Akkulaufzeiten (1000 Ladezyklen garantiert), dem dadurch begrenzten Aktionsradius und der geringen Endgeschwindigkeit von 60-80 km/h auf der Strasse sicherlich noch kein Ersatz für ein Alltagsmoped. Zum Austoben auf der abgesteckten Wiese oder dem Acker, auch abends oder Sonntag Nachmittag im Wohngebiet!, ein klasse Sache.

Wer an soetwas Interesse hat, sollte das unbedingt mal bei einem Quantya-Händler ausprobieren.

Verfasst: Di Jun 24, 2008 7:57
von Feuerstuhl
Schöner Bericht, Frank M.
- nur von der Bezeichnung "Gasgriff" müssen wir uns dann langsam verabschieden. Wie wäre es mit "Energiedrehgriff?" Nee, klingt doof- hier ist wohl noch Platz für Wortkreateure.

Kann mir mittelfristig soetwas, leicht verbessert, auch als Pendlerfahrzeug vorstellen. Ist eben noch ne Frage der Akkuentwicklung.

Grüße von F.

Verfasst: Fr Jun 27, 2008 8:18
von TT Georg
Jau Jungs kann ich bestätigen.

bin das ding neulich auch mal fein Probegeritten, und rennt wie teufel...
und passt alles, wie Frank geschrieben hat....
Für Wohngebiete oder auch als Ersatz zu all den Kartstrecken, ne ganz feine Sache

Und die Enduroversion sieht echt schick aus.... nur eben(noch) die Ladezyklen...

gruß

georg

Verfasst: Fr Jun 27, 2008 9:08
von ingo
Im Prinzip eine tolle Sache, aber ich hätte sowas gerne alltagstauglich, mit 120 km/h Spitze und 200 km Reichweite. Für den kleinen Trip ins Gelände nach Feierabend und den Weg zur Arbeit würde das ja voll reichen.

Ingo

Verfasst: Fr Jun 27, 2008 10:01
von Pivovar
Ich denke wenn das Übersetzungsverhältniss geändert wird kann man auch 120 fahren und kommt wohl auch 200km weit, also soweit davon ist die Batterie wohl nicht entfernt.

fällt mir auch gleich ein Wort für den Gasgriff ein:
"Handpoti".... :-)

Elektro Motorrad

Verfasst: So Jul 06, 2008 8:40
von MarXtin
Hier gibt es einen sehr schönen Bericht zum Thema E-Motorrad :

http://www.n24.de/news/newsitem_972149.html

Martin