auf diese freche Ansage von Quantya hat sich eine kleine Forumsabordnung, völlig uneigennützig

, für Euch unter dem Motto "Stiftung Warentest" auf den Weg gemacht, um zu testen was an diesen Elektromopeds nun dran ist.
Der erste optische Eindruck ist irgendwas zwischen Mountainbike und Kleinkraftrad. Schmale kleine Räder (18" vo+hi), kein Auspufftopf, wirkt alles irgendwie etwas dünn und kirmesmäßig.
Schnell in die Crossklamotten rein, die Einweisung des Verleihers war mit ein paar kurzen Sätzen abgehandelt, aufgesessen und los gehts. Lenkerschalter auf ON, der linke Fuß sucht den Schalthebel vergebens - kein Getriebe. Die Hinterradbremse sitzt anstelle des Kupplungshebels am linken Lenkerende. Das ist ziemlich ungewohnt, macht aber nach kurzer Zeit richtig Spass.
Mit einer vorsichtigen Drehung am Gasgriff setzt sich das Gerät leise surrend in Bewegung. Sofort macht sich das Gewicht von nur 85 Kg positiv bemerkbar, das Handling ist eher wie bei einem Fahrrad. Dreht man den Gasgriff weiter auf, zieht einem der Elektromotor mit unvermutetem Drehmoment richtig die Arme lang und es geht wie am Gummiband vorwärts. Hier liegt im Fahrbetrieb meiner Ansicht nach auch der größte Unterschied zum Verbrennungsmotor, weil die Leistungsentwicklung nicht motodrehzahlabhängig ist, sondern immer das maximale Drehmoment sofort zieht.
Eins der drei Mopeds war auf 60% und lineare Leistungsabgabe eingestellt (bravere Leistungsentwicklung), die anderen beiden auf 65% mit progressiver Leistungsabgabe eingestellt und fuhren sich auch entsprechend giftiger. Nach den ersten Eingewöhnungsrunden gings dann los. Beliebige Drifts in den Kurvenausgängen oder ein steigendes Vorderrad wenn man auf der Sitzbank etwas nach hinten rutscht und dazu das Handling eines Mountainbikes machen einen so kurvengierig, dass wir den relativ engen Crossparkour unzählige Male umrunden bevor wir entkräftet eine Pause brauchen.
Trialpassagen mit Steilauffahrten lassen sich aufgrund des enormen Drehmoments sehr entspannt und auch langsam fahren, da kein Kuppeln oder Anpassen der Motordrehzahl notwendig ist um den richtigen Vortrieb zu erzeugen. Einfach langsam am Gasgriff drehen und hochrollen.
Nach etwa 2,5 - 3 Stunden (mit kurzen Fahrpausen) sind die Akkus leer und müssen geladen werden. Wir haben derweil Mittagspause gemacht und nach ca. 1 Stunde waren die Mopeds wieder fahrbereit (Akkus noch nicht 100% voll, aber uneingeschränkt nutzbar).
Mein Fazit: ein Riesenspass.
Wegen der endlichen Akkulaufzeiten (1000 Ladezyklen garantiert), dem dadurch begrenzten Aktionsradius und der geringen Endgeschwindigkeit von 60-80 km/h auf der Strasse sicherlich noch kein Ersatz für ein Alltagsmoped. Zum Austoben auf der abgesteckten Wiese oder dem Acker, auch abends oder Sonntag Nachmittag im Wohngebiet!, ein klasse Sache.
Wer an soetwas Interesse hat, sollte das unbedingt mal bei einem Quantya-Händler ausprobieren.