Debakel
Verfasst: Do Mai 30, 2019 9:03
Hallo Jemeinde
Ich hab mich kürzlich hier gemeldet, weil ich bei einer neu übernommenen XT (81er, 34T km) ein Problem mit heftigem Beschleunigungsklingeln hatte. Ich bin ein limiterter Schrauber und habe das Krad gestern in eine Yamaha-Vertragswerkstatt gebracht. Meine Hoffnung war, dass die Sache mit Zündung und Vergaser einstellen erledigt werden kann – weit gefehlt.
Nach der Demontage des Zylinderkopfs bot sich den Mannen ein Bild des Grauens. Massivste Ölkohleablagerungen im Brennraum und auf dem Kolbenboden, stark einglaufene Kipphebel, zahlreiche weitere heftige Laufspuren jede Menge Metallpartikel im Öl. Nach Diagnose der Werkstatt (der ich grundsätzlich vertraue) ist der Motor für die Tonne, weil er von einem Vorbesitzer mal mit zu wenig Öl gefahren oder sonstwie gequält wurde.
Ich fand die Motorgeräusche bei der ersten Fahrt auch etwas an der oberen Grenze, hab das aber auf mögliches Ventilspiel zurückgeführt. Ölverbrauch war laut letztem Vorbesitzer im Rentenalter "normal", doch der hat das Möp in den letzten Jahren nur noch minimal bewegt. Die Aussage ist also mit Vorsicht zu geniessen und dürfte aufgrund der starken Verkokung schlicht und einfach falsch sein. Der Verkäufer ist ein Bekannter meines Bruders und ein integrer Typ und ich gehe nicht davon aus, dass er mir vorsätzlich einen schrottreifen Motor verkauft hat. Meine Vermutung ist, dass der Schaden schon lange vorher entstanden ist.
Nachdem der Motor jetzt sowieso draussen ist, hab ich den Mechanikern gesagt, sie sollen auch noch den Zylinder abnehmen und das Motorgehäuse öffnen um zu sehen, was da unten alles über den Jordan gegangen ist. Ich befürchte, dass es auch da nicht wirklich schön aussieht.
Die Werkstatt hat mir einen Betrag für die Komplettrevision genannt, der jedem hart arbeitenden Menschen die Schamesröte ins Gesicht treibt und den ich mir nicht leisten kann. Die Preise in der Schweiz für solche Arbeiten sind der schlichte Horror...
Ich brauch mal euren Rat, wie ich weitermachen soll:
- Kapitulieren und die Kiste in Einzelteilen verhökern?
- Ersatzmotor auftreiben? Wo bekomme ich den in der Schweiz?
- Einen versierten Schrauber finden, der mir hilft den Motor mit vernünftigem Aufwand zu sanieren?
Tja, ich steh am Berg...
Danke für eure Tips und Good Vibrations
Ich hab mich kürzlich hier gemeldet, weil ich bei einer neu übernommenen XT (81er, 34T km) ein Problem mit heftigem Beschleunigungsklingeln hatte. Ich bin ein limiterter Schrauber und habe das Krad gestern in eine Yamaha-Vertragswerkstatt gebracht. Meine Hoffnung war, dass die Sache mit Zündung und Vergaser einstellen erledigt werden kann – weit gefehlt.
Nach der Demontage des Zylinderkopfs bot sich den Mannen ein Bild des Grauens. Massivste Ölkohleablagerungen im Brennraum und auf dem Kolbenboden, stark einglaufene Kipphebel, zahlreiche weitere heftige Laufspuren jede Menge Metallpartikel im Öl. Nach Diagnose der Werkstatt (der ich grundsätzlich vertraue) ist der Motor für die Tonne, weil er von einem Vorbesitzer mal mit zu wenig Öl gefahren oder sonstwie gequält wurde.
Ich fand die Motorgeräusche bei der ersten Fahrt auch etwas an der oberen Grenze, hab das aber auf mögliches Ventilspiel zurückgeführt. Ölverbrauch war laut letztem Vorbesitzer im Rentenalter "normal", doch der hat das Möp in den letzten Jahren nur noch minimal bewegt. Die Aussage ist also mit Vorsicht zu geniessen und dürfte aufgrund der starken Verkokung schlicht und einfach falsch sein. Der Verkäufer ist ein Bekannter meines Bruders und ein integrer Typ und ich gehe nicht davon aus, dass er mir vorsätzlich einen schrottreifen Motor verkauft hat. Meine Vermutung ist, dass der Schaden schon lange vorher entstanden ist.
Nachdem der Motor jetzt sowieso draussen ist, hab ich den Mechanikern gesagt, sie sollen auch noch den Zylinder abnehmen und das Motorgehäuse öffnen um zu sehen, was da unten alles über den Jordan gegangen ist. Ich befürchte, dass es auch da nicht wirklich schön aussieht.
Die Werkstatt hat mir einen Betrag für die Komplettrevision genannt, der jedem hart arbeitenden Menschen die Schamesröte ins Gesicht treibt und den ich mir nicht leisten kann. Die Preise in der Schweiz für solche Arbeiten sind der schlichte Horror...
Ich brauch mal euren Rat, wie ich weitermachen soll:
- Kapitulieren und die Kiste in Einzelteilen verhökern?
- Ersatzmotor auftreiben? Wo bekomme ich den in der Schweiz?
- Einen versierten Schrauber finden, der mir hilft den Motor mit vernünftigem Aufwand zu sanieren?
Tja, ich steh am Berg...
Danke für eure Tips und Good Vibrations